Donauspital

Foto: ARTE France, © NGF

Diese Reportage dokumentiert die Abläufe im Wiener Donauspital. Die ruhende Kamera setzt viele Stationen und Technikräume in Szene und stellt so einen Zusammenhang vieler parallel laufender Prozesse her. In dem Klinikum ist der Traum moderner Architekten, Gebäude als Maschine zu konzipieren, verwirklicht. In dieser technischen Welt wirken Räume wie die Kapelle, der Abschiedsraum oder die Zimmer der Seelsorger wie abgestoßene Organe. Die Großküche, in der mit schwerem Gerät in überdimensionalen Töpfen gearbeitet wird, liegt irgendwo zwischen Früchenstation und Psychatrie. Die Menschen, die in dem Klinikum arbeiten, wirken wie die Arbeiter in Fritz Langs Film Metropolis, die sich nach der Schicht dem Rhythmus der Maschinen so sehr angepasst haben, das sie in ihrem Takt marschieren. Dieses Moloch strahlt zwar im immer gleichen, hygienischen Neonlicht und wurde nicht unter die Erde, sondern in die Peripherie verbannt, aber es stellt sich schon die Frage, wo wir Geburt, Krankheit und Tod in unserer Kultur verorten.

Regie: Nikolaus Geyrhalter; Länge: 75 min

Die Reportage ist auf arte+7 leider nicht mehr verfügbar.

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